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Bitcoin im Juli 2026: Zwischen Rekord-Abflüssen und Wal-Käufen

Von Multifaucet Team 09. Juli 2026 2 Min. Lesezeit 12 Aufrufe

Innerhalb weniger Tage fiel Bitcoin auf den tiefsten Stand seit 21 Monaten - und erholte sich danach schneller, als viele erwartet hatten. Was hinter der Kursbewegung steckt.

Auf einen Blick

  • Tiefpunkt: 57.950 US-Dollar am 1. Juli (21-Monats-Tief)
  • Erholung: über 63.000 US-Dollar bis zum 4. Juli
  • ETF-Abflüsse Juni: 4,5 Milliarden US-Dollar - schwächster Monat seit ETF-Start 2024
  • Wal-Käufe: rund 270.000 BTC (16,7 Mrd. USD) während des Tiefs
  • Citi-Kursziel (12 Monate): von 112.000 auf 82.000 US-Dollar gesenkt

Der Absturz Anfang Juli

Am 1. Juli fiel Bitcoin auf 57.950 US-Dollar - den tiefsten Stand seit 21 Monaten. Auslöser war unter anderem ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht: Die US-Wirtschaft schuf im Juni nur 57.000 neue Stellen, deutlich weniger als die erwarteten rund 110.000 bis 115.000. Das löste Liquidationen von gehebelten Short-Positionen im Wert von rund 450 Millionen US-Dollar aus.

Die schnelle Erholung

Nur wenige Tage später, am 4. Juli, sprang der Kurs wieder über die Marke von 63.000 US-Dollar. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli sank laut CME FedWatch von 28,9 auf 17,6 Prozent - schwache Konjunkturdaten werden am Markt oft als Signal für eine lockerere Geldpolitik gelesen, was Risikoanlagen wie Bitcoin tendenziell stützt.

ETF-Abflüsse auf Rekordniveau - dann die Wende

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Juni Netto-Abflüsse von 4,5 Milliarden US-Dollar, den schwächsten Monat seit ihrem Start Anfang 2024. Allein BlackRocks IBIT-Fonds war für rund 3,55 Milliarden Dollar davon verantwortlich. Am 2. Juli drehte der Trend: Die ETFs verzeichneten wieder Netto-Zuflüsse von 221 Millionen US-Dollar und beendeten damit eine 13-tägige Abfluss-Serie.

Großanleger kauften gegen den Trend

Während die ETFs Kapital verloren, kauften große Wallets ("Whales") in der gleichen Phase rund 270.000 BTC im Wert von etwa 16,7 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen Strategy (vormals MicroStrategy) ging dagegen einen anderen Weg: Es verkaufte zwischen dem 29. Juni und 5. Juli 3.588 BTC für rund 216 Millionen US-Dollar - erstmals seit 2022 wurde das Unternehmen damit zum Netto-Verkäufer. Die Gesamtbestände liegen weiterhin bei 843.775 BTC.

Was Analysten sagen

Die Einschätzungen gehen auseinander: Citigroup senkte sein 12-Monats-Kursziel von 112.000 auf 82.000 US-Dollar und begründete dies mit der eingebrochenen ETF-Nachfrage. Bernstein hält dagegen an seinem deutlich optimistischeren Jahresendziel von 150.000 US-Dollar fest. Der Fear-and-Greed-Index für Kryptowährungen notierte trotz der Erholung weiterhin bei 22 Punkten - einem Wert, der als "extreme Angst" gilt.

Regulatorik weiter in der Schwebe

Der "Digital Asset Market CLARITY Act", ein Gesetzesvorhaben zur Regulierung von Kryptowährungen in den USA, kam bis zum 4. Juli nicht zur Abstimmung im Senat. Ohne klare regulatorische Grundlage zögern viele institutionelle Investoren weiterhin, größere Summen zu investieren.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen unterliegen hohen Kursschwankungen.

Quellen und zum Weiterlesen

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